Die evangelischen Kirchen in Stadland sind reich an wertvollen Kunstschätzen. Insbesondere der Hamburger Bildschnitzer Ludwig Münstermann (* um 1560 oder 1575; † um 1638/1639) hat bedeutende Werke in den Gotteshäusern geschaffen. Als ein Vertreter des Manierismus erwies sich Münstermann als ein wahrer Meister dieser Stilrichtung. Seine Kirchenkunst ist von außerordentlicher Qualität.
Mit Altar, Kanzel, Taufstein und Epitaph ist in St.-Matthäus-Kirche eine der vollständigsten Kirchenausstattungen aus der Hand Ludwig Münstermanns zu bewundern. Die St.-Matthäus-Kirche liegt auf einer etwa fünf Meter hohen Kirchenwurt aus Klei.

An dem Bauwerk sind die Spuren der Zeit, die vielen Ausbesserungen und Veränderungen, heute noch ablesbar. Die erste Kirche aus Portsandstein entstand Ende des 12. Jahrhunderts. Eine Holzkohleschicht, die bei Grabungen mehrfach auf dem aufgetragenen Erdreich der Kirchenwurt gefunden wurde, weist auf einen Brand oder eine mögliche Holzkirche hin. Die großzügige Gestaltung, besonders in der zweiten Bauperiode im 13. Jahrhundert, zeugt von einer in dieser Zeit im ganzen Küstenraum erkennbaren Aufgeschlossenheit und dem Ausruck eines bäuerlichen Selbstverständnis, das sich durch die Kirche darstellte.
Öffnungszeiten:
verlässlilch geöffnete Kirche
täglich von 8 - 18 Uhr
Ev.-luth. Kirchengemeinde Rodenkirchen
Schulstraße 1
26935 Stadland - Rodenkirchen
Telefon: 0 47 32 / 83 93

Link:
Kirchengemeinde Rodenkirchen
St.-Secundus-Kirche Schwei
In der St.-Secundus-Kirche warten gleich drei Werke Ludwig Münstermanns darauf, entdeckt zu werden: Kanzel, Deckel der Taufsteins und Reste des Altars.

Die Kirche mit ihrem Friedhof bildet den Mittelpunkt des Ortes.
Öffnungszeiten:
nach Vereinbarung
Ev.-luth. Kirchengemeinde Schwei
Lindenstraße 20
26936 Stadland - Schwei
Telefon: 0 47 37 / 727

Link:
Kirchengemeinde Schwei
Kirche Seefeld
Der Sohn des Oldenburger Grafen Anton Günther, Reichsgraf Anton von Aldenburg, ließ der neu entstandenen Gemeinde Seefeld 1675 eine Kirche bauen. Einen besonderen Namen erhielt das Bauwerk nicht. Die Kirche wurde am Palmsonntag 1676 eingeweiht. Sie besteht aus einem rechteckigen, mit fünf Seiten eines Zwölfecks geschlossenen Backsteinbau, dessen mit Ziegeln gedecktes, hohes Satteldach ostwärts abgewalmt ist. Der quadratische Turm mit gedrungenem, achteckigem Helm wurde ohne eigene Ostmauer etwas später angebaut.

Link:
Kirchengemeinde Seefeld